Avantgardistische Architektur: In den 1920er Jahren entstanden in Paris immer mehr »villa« oder »cité« genannte Privatstraßen mit unterschiedlich gestalteten Einfamilienhäusern. Oft setzte sich ihre Klientel aus Künstlern und Anhängern der Avantgarde zusammen – so auch in der Villa Seurat, einer ruhigen Sackgasse im 14. Arrondissement. Der Architekt André
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Buchmesse Leipzig: Im März findet in Leipzig wieder die große Buchmesse statt, ein wichtiger Frühjahrstreff der Buchbranche und mit »Leipzig liest« ein noch größeres Lesefest (www.leipziger-buchmesse.de). Kritikerinnen der Zeitungsfeuilletons und Buchblogger, TV- und Rundfunk-Journalistinnen begleiten das vielfältige Programm mit Besprechungen von Novitäten und Gesprächsrunden mit Autorinnen und Verlagsmenschen.
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Paris Rive Gauche: Hinter diesem Namen versteckt sich eine 130 Hektar große ZAC (= Zone d’aménagement concerté) östlich des Gare d’Austerlitz entlang der Seine, die bis Ivry und zum Périphérique reicht. Einem Dorf ähnelt das Quartier de la Gare, wie der Bereich rund um die Nationalbibliothek als Verwaltungsbezirk
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Schuhschachtel-Architektur: Schaut man sich deutsche Neubauviertel an, beispielsweise auf dem ehemaligen Clouth-Gelände in Köln oder fast überall anderswo, gibt es bei heutiger Architektur für Mehrfamilienhäuser berechtigte Gründe für Unbehagen. Zu beklagen sind gesichtslose, stereotype Bauten mit Flachdach und glatten Fassaden, nebeneinander gestellte Kisten, Trauerspiele einfallsloser Architektur mit Tiefgaragen,
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Rückeroberung des historischen Zentrums: Die Altstadt von Toulon ist ein lebhaftes Viertel mit pastellfarbenen Fassaden und kleinen Platzidyllen. Ein paar Schritte von der befahrenen Avenue de la République entfernt, der zentralen Achse am Hafen entlang mit nüchternen riegelartigen Bauten, kann man schon in das einnehmende Gassengewirr eintauchen. Während
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Moderne am Meer: Trotz des großen zeitlichen Abstands bleibt die Hafenstadt zwangsläufig mit dem Zweiten Weltkrieg verbunden. Denn als Frankreich von Deutschland besetzt war, zerstörten die Luftangriffe durch die Alliierten im September 1944 das ganze Stadtzentrum von Le Havre. Ihre Bomben ließen nur Trümmer zurück, rund 10.000 Gebäude
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Luxuriöse Raumhöhe: In den schönen glasüberdachten Ladengalerien in Paris habe ich schon oft fotografiert, doch die meisten Aufnahmen habe ich von der lichterfüllten Passage du Grand Cerf – bei jedem Durchstreifen habe ich die Kamera wieder hervorgeholt. Weil ich gern durch das 2. Arrondissement spaziere, komme ich häufig
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Zweitausendvierundzwanzig: Hier kommt er, der Rückblick auf das Jahr 2024, bevor schon fast die Hälfte vom nächsten Jahr wieder um ist. Denn je älter man wird, desto schneller rast die Zeit… Glaubt man Studien zur Zeitforschung, ist vor allem Routine ein »Zeitkiller«. Für die Zeitwahrnehmung in der Rückschau
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Sanierungsfall: Zu Recht gilt die Kölner Großmarkthalle als ästhetisch besonders gelungen – nur kommt das außergewöhnliche, seit 1989 denkmalgeschützte Bauwerk bislang kaum zur Geltung und ist sanierungsbedürftig. Anders als in Frankfurt, Kassel, München oder Stuttgart ist die Kölner Markthalle dem Großhandel vorbehalten. Die 132 Meter lange Gewölbehalle mit
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Die Bewohnbarkeit der Erde: Der Mensch ist im Lauf des 20. Jahrhunderts zur prägenden Kraft eines neuen Erdzeitalters geworden – des Anthropozän. »Seit 2021 gibt es mehr menschengemachte Masse als lebendige Biomasse«, diesen Fakt führt Friedrich von Borries zu Beginn seines Buchs an, um gleich klarzumachen, welche Verantwortung
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Urbane Tortenstücke: Mit 2,1 Millionen Einwohner:innen auf 105 Quadratkilometern ist Paris eine der am dichtesten bevölkerten Großstädte der Welt. Und das Bauen auf engstem Raum ist schon seit Jahrhunderten eine alltägliche Herausforderung. Dennoch fallen die schmalbrüstigen Wohnhäuser dort, wo zwei Straßen spitz auf einander zulaufen, besonders auf. Kaum
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Vertikale Gärten: Weil Europas versiegelte Städte in Hitzesommern unerträglich werden, lassen sich die Metropolen zur Abkühlung allerhand einfallen, von Nebelduschen, Trinkwasserspendern und Schattendächern über Miroirs d’Eau – begehbare Brunnen – bis zu mehr Grün. Bepflanzt werden nicht mehr nur Plätze, Straßen und Flachdächer: Aus der Horizontalen wagten sich
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