Münster mal anders: Für unseren Ausflug nach Münster haben wir nur einen Vormittag Zeit. Und gleich unser zweites Ziel nach dem samstäglichen Wochenmarkt auf dem Domplatz ist statt irgendwelcher Top Ten das Gebäude des Instituts für Kommunikationswissenschaft der Universität Münster. Aus Nostalgie zieht es meinen Mann, Journalist von
More
Ein Ort für Genießer: Der trubelige Wochenmarkt auf dem großen Domplatz ist Münsters Aushängeschild, ein weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannter Besuchermagnet – und für Marktfans wie mich ein kulinarisches Paradies. Eine ganze »Straße« mit Käseständen, eine weitere mit Wurst, Schinken und Fleisch, eine große Ecke mit Blumenständen
More
Kopfsache: Die Skulpturen des katalanischen Künstlers, international bekannt für seine eindrucksvollen Arbeiten im öffentlichen Raum, habe ich in Antibes (mit einem seiner berühmten Nomaden) und Bordeaux kennengelernt. Das Museum Küppersmühle in Duisburg präsentiert – schon seit Juni – eine umfassende Einzelausstellung mit über 50 kraftvollen poetischen Skulpturen und
More
Ein unwiderruflicher Abschied: Der frisch verheiratete Latein- und Griechischlehrer Eberhard Pfister verbringt die Flitterwochen mit seiner jungen Ehefrau, der 19-jährigen Emmy, in der Mühle seines Vaters im Weserbergland. Die Stätte seiner Kindheit ist bereits verkauft und wird nach diesem letzten vierwöchigen Sommeraufenthalt abgerissen, der »locus amoenus« soll einer
More
Raus aufs Land: Lohnende Erlebnisse warten auf der Schwäbischen Alb, vor allem Naturschätze lassen sich entdecken – weite Hochflächen und schroffe Felsen, die steile Traufkante mit grandiosen Ausblicken ins sanfte Vorland mit seinen Streuobstwiesen, sonnige Wacholderheiden und schattiger Tannen- und Buchenwald, viele Karsthöhlen, ein paar Wasserfälle und grüne
More
Aus Italiens und Deutschlands Norden: Der cremeweiße Castelfranco mit leichtem gelbem Schimmer und dekorativen roten Sprenkeln hat die Form einer Rosette und so knackige Blätter wie sein Verwandter, der dunkelrot-violette Radicchio. Wie Chicorée bleibt er hell, weil er vor Licht geschützt heranwächst. Seinen Namen verdankt der Salat der
More
In Saint-Germain-des-Prés: Nach und nach waren alle deutschen Buchhandlungen aus Paris verschwunden, 2020 schloss die letzte. Unweit der Kirche Saint-Sulpice hat die deutschsprachige Literatur nun wieder einen Ort in der französischen Hauptstadt: 2023 hat Sophie Semin-Handke die Buchhandlung Le neuvième pays in der Rue Bonaparte Nummer 84 im
More
Plädoyer für eine menschlichere Flüchtlingspolitik: Es gibt viele Aspekte der aktuellen Migrationsdebatten, die unmenschlich erscheinen. Ursula Krechel geht in ihrem Essay »Vom Herzasthma des Exils« auf einige davon ein. Im Kapitel »Zahlen« sprechen Tabellen zur Todesursache Flucht unkommentiert für sich, im Abschnitt »Begriffe« unterzieht die Autorin die Verwaltungssprache
More
Geheimschubladen, Zettelkästen und mehr: Eine Ausstellung über Schränke in der Wissenschaft oder Bäume in der Kunst, ein Sammelband über Müll in der Literatur oder erste Sätze von Romanen – solche Themen quer zu Genres und Disziplinen finde ich äußerst spannend. Wen wird es also wundern, wenn ein Buch
More
Abwehrzauber aus dem Mittelalter: Fratzenhafte Gesichter schauen auf die Passanten herab: Mit weit aufgerissenen Augen, grimmigem Blick oder herausgestreckter Zunge drücken sie Schrecken, Grauen, Zorn, Abscheu oder Spott aus. Solche Neidköpfe wurden im Mittelalter angebracht, um das Haus vor Unheil und Unbilden zu schützen, Geister und Dämonen fern
More
Wirtschaftliche Unabhängigkeit: Mehr als jede zweite erwerbstätige Frau in Deutschland kann ihren Lebensunterhalt nicht langfristig allein bestreiten. Für echte wirtschaftliche Unabhängigkeit ist es wichtig, nicht nur im aktuellen Monat finanziell klarzukommen, sondern auf Dauer im gesamten Lebensverlauf. Voraussetzung für eine eigenständige Existenzsicherung ist ein Einkommen, das nicht nur
More
Draufsicht: Vom Kennedy-Ufer auf der Schäl Sick, der »falschen Seite« des Rheins, eröffnet sich ein wunderbarer Panoramablick auf die Kölner Stadtsilhouette – mit dem Dom und den bunten Spitzgiebelhäusern der Altstadt, die ihr heutiges Gesicht allerdings nicht im Mittelalter, sondern durch eine Sanierung in den 1930er Jahren erhielt.
More
Neueste Kommentare