Geheimschubladen, Zettelkästen und mehr: Eine Ausstellung über Schränke in der Wissenschaft oder Bäume in der Kunst, ein Sammelband über Müll in der Literatur oder erste Sätze von Romanen – solche Themen quer zu Genres und Disziplinen finde ich äußerst spannend. Wen wird es also wundern, wenn ein Buch
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Les Mondes de Colette: Schon als Schriftstellerin zählt Sidonie Gabrielle Colette (1873–1954) zu den faszinierenden Figuren der französischen Literatur im 20. Jahrhundert, ihr Werk ist so populär wie von der Kritik anerkannt und noch heute erstaunlich aktuell. Wie es der Titel der Ausstellung in der französischen Nationalbibliothek (BnF)
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Auch bereit’ ich nicht das Essen, wie die Anderen, Die ganze Wiesen auf die Tafel stellen, Gras Den Tischgenossen bieten, als bewirtheten Sie Kühe, dann zu diesen Kräutern andre thun, Auch Koriander, Fenchel, Knoblauch, braunen Kohl; Auch thun sie Mangold, Ampfer, Melde, Salat dazu, Und brühen’s an mit
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Zuflucht für Künstler: In den 1930er-Jahren lag die »heimliche Hauptstadt der deutschen Literatur« am Mittelmeer. Das friedliche Sanary-sur-Mer an der Côte d’Azur wurde nach und nach zum Refugium für aus Nazideutschland geflüchtete Schriftsteller. Der ehemalige Fischerort, heutzutage ein Städtchen mit 18.000 Einwohnern, entwickelte sich schon um die Wende
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Drei Sechs Neun: In ihren elf Pariser Domizilen wohnte Colette mal im Erdgeschoss im 16. Arrondissement, mal hoch unter dem Dach im Hôtel Claridge an den Champs-Élysées. Sie lebte in einem mehr als 14 m langen dunklen Tunnel im Zwischengeschoss des Palais Royal direkt über einem Durchgang, bezog
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»Ohne Spazieren wäre ich tot«: Gerade komme ich von einem Winterspaziergang in den Montafoner Alpen zurück. Neben einem munter rauschenden Bächlein ging es bei strahlender Sonne und blauem Himmel durch feuchte Wiesen mit Blick auf schneebedeckte Gipfel, um 12 Uhr mittags begleitet vom Klang der Sonntagsglocken. Wie gut
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Arte: Ein aktuelles Interview mit Leila Slimani, aufgenommen in den Räumen ihres Verlags Gallimard. Die mit dem renommierten Literaturpreis Prix Goncourt ausgezeichnete französische Schriftstellerin hat einen dreiteiligen Roman über mehrere Generationen einer französisch-marokkanischen Familie veröffentlicht, ein Bestseller, der auch ins Deutsche übersetzt wurde (Dauer 10 Minuten, noch bis
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»Was von meiner Mutter bleibt«: Nach dem Tod ihrer Mutter muss Marlen Hobrack sich daran machen, eine Wohnung aufzulösen, vollgestopft mit Waren, teils in noch ungeöffneten Kartons. Statt »einen schönen Batzen Geld« oder ein »Einfamilienhäuschen« hinterlässt die Verstorbene womöglich einen Berg an Schulden – kurz steht im Raum, das
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Ich weiß nicht, was das ist, aber seitdem ich statt einer Potage à la Colbert eine »Suppe mit Wurzelwerk und verlorenem Ei«, statt Irish stew »Hammelfleisch im Topf auf bürgerliche Art«, ein »Mischgericht« statt eines Ragout, keinen Vol-au-vent, sondern eine »Blätterteighohlpastete« und dazu nicht Mixed pickles, sondern im
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Einsortieren: Im Garten macht das Einpflanzen auch mehr Spaß als das Umtopfen oder gar Unkrautstechen. So ähnlich ist es mit der eigenen Bibliothek – am Anfang eines Leselebens sortiert man stolz wie Bolle immerzu Neuzugänge ein, in der Mitte ordnet man die Bücherregale vielleicht mehrmals nach neuer Systematik,
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Deutschlandfunk: Nicht ganz neu ist der Beitrag von Dirk Fuhrig, in dem er Romane empfiehlt, die die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich thematisieren – aber aktueller denn je. Über Armut zu schreiben hat in Frankreich nicht nur eine lange literarische Tradition, auch Autorinnen und Autoren der Gegenwart
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Lesetipps für Literatur von Frauen: Doris Hermanns hat 2017 die Reihe Drei Autorinnen – drei Bücher für den BücherFrauen-Blog initiiert. Nach 25 Jahren als Antiquarin in Utrecht/Niederlande lebt sie seit 2015 in Berlin, wo sie als Redakteurin, Autorin, Herausgeberin und Übersetzerin tätig ist. Fast fünf Jahre lang stellten BücherFrauen regelmäßig jeweils
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