Ein unwiderruflicher Abschied: Der frisch verheiratete Latein- und Griechischlehrer Eberhard Pfister verbringt die Flitterwochen mit seiner jungen Ehefrau, der 19-jährigen Emmy, in der Mühle seines Vaters im Weserbergland. Die Stätte seiner Kindheit ist bereits verkauft und wird nach diesem letzten vierwöchigen Sommeraufenthalt abgerissen, der »locus amoenus« soll einer
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Ein Brachenatlas: Mit »Acker, Baulücke, Deponie« startet David Bröderbauer zu einer Erkundungstour durch Brachland. Der Biologe und Autor arbeitet im Botanischen Garten der Universität Wien und nimmt uns mit auf zwölf Etappen in Bahnviertel und Baulücken, Zechenareal und Truppenübungsplatz, Kiesgrube und Abfalldeponie, um die »Vielfalt unbekümmerten Lebens« im
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Independent-Kino: Im Sommer 1979 habe ich »L’une chante, l’autre pas« (Die eine singt, die andere nicht) im Kino gesehen, und 1992 »Jacquot de Nantes«, also beide Filme, als sie recht neu waren und offensichtlich schnell einen Verleih für Deutschland gefunden hatten. Es gab noch keine Mediatheken, für die
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Erkundungen: Eigentlich könnte ich hier den Klappentext abschreiben, um zu erläutern, warum es sich lohnt, das Buch von Gregor Hens zu lesen. Nehmen wir nur den ersten Satz: »Städte sind wie Bibliotheken. Wir gehen durch ihre Straßen, ziehen hier und dort ein Buch heraus, blättern und lesen.« Wer
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Der Prinz »strich eine halbe Stunde lang im Walde herum, bis er endlich in einen großen Lustgarten kam, worin alle mögliche Bäume, Stauden, Gewächse, Blumen und Kräuter des ganzen Erdbodens in der anmuthigsten Unordnung durch einander geworfen waren. Die Kunst war in der Anlegung desselben so versteckt, daß
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Buchmesse Leipzig: Im März findet in Leipzig wieder die große Buchmesse statt, ein wichtiger Frühjahrstreff der Buchbranche und mit »Leipzig liest« ein noch größeres Lesefest (www.leipziger-buchmesse.de). Kritikerinnen der Zeitungsfeuilletons und Buchblogger, TV- und Rundfunk-Journalistinnen begleiten das vielfältige Programm mit Besprechungen von Novitäten und Gesprächsrunden mit Autorinnen und Verlagsmenschen.
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Rollenbilder: So ab vierzig Jahren etwa werden sie unsichtbar. Je älter Frauen werden, desto mehr verschwinden sie aus der Wahrnehmung. Nicht nur Schauspielerinnen klagen darüber, dass es kaum Rollen gibt, auch »in Gesprächsrunden zur aktuellen Lage sind sie rare Gäste, als Expertinnen selten gefragt«. Erst als Rekordalte tauchen
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Plädoyer für eine menschlichere Flüchtlingspolitik: Es gibt viele Aspekte der aktuellen Migrationsdebatten, die unmenschlich erscheinen. Ursula Krechel geht in ihrem Essay »Vom Herzasthma des Exils« auf einige davon ein. Im Kapitel »Zahlen« sprechen Tabellen zur Todesursache Flucht unkommentiert für sich, im Abschnitt »Begriffe« unterzieht die Autorin die Verwaltungssprache
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Geheimschubladen, Zettelkästen und mehr: Eine Ausstellung über Schränke in der Wissenschaft oder Bäume in der Kunst, ein Sammelband über Müll in der Literatur oder erste Sätze von Romanen – solche Themen quer zu Genres und Disziplinen finde ich äußerst spannend. Wen wird es also wundern, wenn ein Buch
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Liegengeblieben: Auf Recherche-Reise im eigenen Auto unterwegs für die neue Auflage des Reisetaschenbuchs Elsass aus dem DuMont Verlag kann man was erleben! In Westhalten machte es beim Abbiegen »kkkrrrrrkkkk«, danach war die Kupplung zu keinem Einsatz mehr bereit. Auf dem Rückweg vom Parc de Wesserling ganz im Süden
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Frauenzimmer und Musterfrauen: Frauen werden in bürgerlichen Innenräumen vor Mustern inszeniert. Sie sitzen oder liegen dabei vor geblümten Tapeten und gestreiften Vorhängen oder auf mit bunten Stoffen bezogenen Sofas – ein bildlicher Ausdruck des Spannungsfelds zwischen Geborgenheit und Beengung. In ihrem Essay »Frauen vor Mustern« spürt Anke te
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Entschlossen und risikofreudig: Zu lesen gibt es über Peggy Guggenheim bereits einiges, neben ihren eigenen Memoiren beispielsweise die Biografie von Annette Seemann, die allerdings schon 1998 im Econ & List Verlag erschien, und diverse Beiträge in Büchern über Kunstsammlerinnen und Sammler, so etwa in »Sammeln nur um zu
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