Aus der Region Grand Est: Wie der Chaource aus der Champagne und viele andere französische Sorten verdankt der Weichkäse Langres seinen Namen der Gemeinde im Nordosten Frankreichs, in deren Umkreis er hergestellt wird. Seit 1991 ist der Käse mit einer Herkunftsbezeichnung geschützt (AOC, seit 2012 AOP). Seine erst
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Frankreichs feine Patisserie: Einst von den kochenden Kollegen als Mehlfresser verspottet, gelten Patissiers heute als Superstars der französischen Kulinarik. Für ihre umwerfend schmeckenden Miniatur-Kunstwerke in immer edleren Boutiquen (aber teils auch an kleinen Ständen in den Bahnhöfen) steht man in Paris inzwischen gern Schlange. Längst ist in Frankreich
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In Saint-Germain-des-Prés: Nach und nach waren alle deutschen Buchhandlungen aus Paris verschwunden, 2020 schloss die letzte. Unweit der Kirche Saint-Sulpice hat die deutschsprachige Literatur nun wieder einen Ort in der französischen Hauptstadt: 2023 hat Sophie Semin-Handke die Buchhandlung Le neuvième pays in der Rue Bonaparte Nummer 84 im
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Gebrannte Mandeln: Unter Pralinen versteht man in vielen Ländern mit Ganache, Marzipan oder anderem gefülltes Schokoladenkonfekt. In Lyon sind »pralines« rosa gefärbte gebrannte Mandeln. Es gibt sie in transparenten Tütchen oder hübsch verpackt in den Patisserien zu kaufen, mit einem Überzug aus karamellisiertem Zucker, der mal puderrosa, mal
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Netze und Schnüre: Das 1860 ursprünglich als bäuerliche Kooperative gegründete Textilunternehmen aus der Normandie versteht sich aufs Knüpfen und Flechten. In den Anfangsjahren fertigte man Fischernetze und robuste Seile für Seeleute. In Mondeville stellt »Filt 1860« heute Kordeln und Schnüre aus Synthetikfasern, Leinen und Baumwolle her sowie Kerzendochte,
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Der Bauch von Dijon: Als Mittelpunkt von Dijon im fast komplett Fußgängern vorbehaltenen Zentrum gilt die halbkreisförmige Place de la Libération mit dem Herzogspalast. Doch am Samstag verlagert sich das lebhafte Treiben an einen anderen Ort, in und rund um die prächtige Belle-Époque-Markthalle, in der man sich mit
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Mittwochs auf dem Münsterplatz: Selbst an einem kalten Apriltag morgens in aller Frühe macht der Markt vor dem Ulmer Münster glücklich. Und keineswegs nur, weil man sich am Kaffeestand von Rösterei »Kley« mit einem Espresso macchiato oder Milchkaffee aufwärmen kann. Der April hatte sich nach dem wärmsten Februar
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Frühlingsrüben: Mairübchen sind es jetzt Anfang März zwar noch nicht, aber auf dem Wochenmarkt in Plougasnou strahlen mich mehrere Bund »Navets« dermaßen verführerisch an, dass ich eins mitnehme. »Ja«, sagt die Markthändlerin am Gemüsestand, »selbstverständlich kann man sie roh essen, es ist ja gerade die erste Ernte.« Ich
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Noch vor der Morgendämmerung ist Arbeitsbeginn in der Backstube, um den vorbereiteten Teig, der über Nacht ruhen durfte, in den Ofen zu schieben. Kunden, die dann in aller Frühe mit einem oder mehreren frischen Baguettes aus der Boulangerie auf die Straße treten, kann man oft dabei beobachten, dass
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Juglans regia: Jetzt im Herbst sind die Walnüsse reif, doch kaum jemand hat noch so einen Laubbaum im Garten stehen. Ein Walnussbaum benötigt viel Platz, den hat nicht jeder. Was man im Laden kaufen kann, ob geknackt oder in der Schale, ist meist Importware, oft von weither aus
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Ein Käse aus der Champagne: Es muss nicht immer Camembert oder Brie aus der Normandie sein. Diese beiden bekanntesten französischen Weichkäse schmecken toll, ohne Frage, besonders wenn sie nicht aus der Großmolkerei kommen, sondern aus bäuerlicher Herstellung mit Rohmilch. Der Chaource aus Kuh-Vollmilch ist nach einer Gemeinde im
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Eine Stadt für Genießer: Lyon ist eine Stadt, die Appetit macht, hat Paul Bocuse mal gesagt und in der Heimatstadt des französischen Küchenpapsts, der rund fünf Jahrzehnte lang drei Michelin-Sterne erkochte, gilt das ganz besonders für die Markthalle. Deren Ruf reicht weit über Lyon hinaus, denn in der
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