Macchia: Napoleon soll über Korsika gesagt haben, er erkenne seine Heimatinsel mit geschlossenen Augen am würzigen Duft. Wer durch den mediterranen »maquis« wandert, mit seinen aromatischen Kräutern und intensiv duftenden Nadelhölzern, weiß, was er meinte. Auf Korsika wechseln Macchia und Garrigue einander ab und gehen ineinander über –
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Croulebarbe: So touristisch die Rue Mouffetard ist, für die meisten Paris-Besucher beginnt gleich hinter der Kirche Saint-Médard vermutlich Terra incognita. Und tatsächlich wird man in dem Croulebarbe benannten Quartier südlich des Quartier Latin nicht weltbewegend Spektakuläres, aber durchaus Bemerkenswertes entdecken. Jedes der 20 Arrondissement besteht aus vier Quartiers,
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Café A: Geheimtipps gibt es eigentlich nicht in Paris. Nichts bleibt lange nur Eingeweihten bekannt, zu viele Stadtmagazine, Gastroführer, Tageszeitungskolumnisten und Blogger aus aller Welt spüren hier täglich neue Lokale und Locations auf. Das im Couvent des Recollets versteckte Café (148 rue du Faubourg Saint-Martin) ist also ebenfalls
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Das blüht im April: Selbst an der Steilklippe saß in einer Felsspalte ein kleines rosa Polster. Wer in der Bretagne auf Küstenpfaden am Atlantik entlangwandert, ob wie wir gerade auf der Île d’Ouessant oder auf dem Festland, kann im Frühjahr überall die hübschen rosafarbenen Blüten entdecken. Was da
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Botanischer Garten: Menton ist eine Stadt der Gärten, und nach meinem ersten Besuch zum Kennenlernen der Stadt und einem zweiten zum Zitronenfest waren Parks der Anlass für den dritten. Gleich mehrere englische Aristokraten ließen hier um 1900 und zu Beginn des 20. Jahrhunderts prächtige Gärten anlegen. Einige liegen
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Vormittags: Toulon wird viel zu sehr unterschätzt! Zwar stand es lange mit dem Ruf der Stadt, dem wichtigsten Militärhafen und Marinestützpunkt Frankreichs, nicht zum Besten. Denn unter den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg hatte Toulon sehr gelitten, außerdem zerschneidet eine mehrspurige Straße mit tosendem Verkehr Alt- und Neustadt. Doch
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Die Metro aufmöbeln: Bis heute werden die Sitzschalen aus Plastik in Rot, Blau, Orange, Gelb und Grün in Serie produziert und sind ikonischer Bestandteil der Pariser Metro wie auch die weißen Metrofliesen. Aus den 1970er-Jahren stammt der Entwurf für den »siège coque« im sogenannten Stil Motte-Andreu (benannt nach
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Italienisch inspiriert: Anfang des 20. Jahrhunderts, in den Jahren kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs, ließ sich Béatrice de Rothschild (1864–1934) auf der Halbinsel des Cap Ferrat eine Villa errichten. Geld spielte keine Rolle: Als Erbin eines riesigen Vermögens erwarb die Baroness aus der berühmten Bankiersfamilie im Jahr
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Kunst und Kultur: Der erste Spaziergang führte uns gar nicht gleich zu den römischen Baudenkmälern, sondern an der Rhône entlang – keine schicke Promenade, sondern ein wenig frequentierter Spazierweg. Vorbei am Musée Réattu mit moderner Kunst in einer alten Malteserkomturei steuerten wir zuerst die Fondation Van Gogh an.
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Luxuriöse Raumhöhe: In den schönen glasüberdachten Ladengalerien in Paris habe ich schon oft fotografiert, doch die meisten Aufnahmen habe ich von der lichterfüllten Passage du Grand Cerf – bei jedem Durchstreifen habe ich die Kamera wieder hervorgeholt. Weil ich gern durch das 2. Arrondissement spaziere, komme ich häufig
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Keramiktrends: Eine Zeitlang kam kein neuer Fliesenspiegel in Wohnmagazinen, Pinterest- und Instagram-Accounts, ob für Küche oder Bad, ohne die seitlich abgeschrägten Kacheln aus. Der Name ist Programm: In weiß glasierter Ausführung geschaffen wurden Metrofliesen um das Jahr 1900 zur Verkleidung von Wänden und Deckengewölben in der Pariser U-Bahn.
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Zweitausendvierundzwanzig: Hier kommt er, der Rückblick auf das Jahr 2024, bevor schon fast die Hälfte vom nächsten Jahr wieder um ist. Denn je älter man wird, desto schneller rast die Zeit… Glaubt man Studien zur Zeitforschung, ist vor allem Routine ein »Zeitkiller«. Für die Zeitwahrnehmung in der Rückschau
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