Rückeroberung des historischen Zentrums: Die Altstadt von Toulon ist ein lebhaftes Viertel mit pastellfarbenen Fassaden und kleinen Platzidyllen. Ein paar Schritte von der befahrenen Avenue de la République entfernt, der zentralen Achse am Hafen entlang mit nüchternen riegelartigen Bauten, kann man schon in das einnehmende Gassengewirr eintauchen. Während
More
Plädoyer für eine menschlichere Flüchtlingspolitik: Es gibt viele Aspekte der aktuellen Migrationsdebatten, die unmenschlich erscheinen. Ursula Krechel geht in ihrem Essay »Vom Herzasthma des Exils« auf einige davon ein. Im Kapitel »Zahlen« sprechen Tabellen zur Todesursache Flucht unkommentiert für sich, im Abschnitt »Begriffe« unterzieht die Autorin die Verwaltungssprache
More
Wintergemüse: Wenn es auf den Winter zugeht und deutlich kälter wird, geht selbst bei Salatfans wie mir der Appetit auf Rohkost zurück. Für die Wintersalate von Radicchio bis Feldsalat bin ich auch an kühleren Tagen immer zu haben, doch Wurzelgemüse raspele ich nur in den warmen Monaten gleich
More
Moderne am Meer: Trotz des großen zeitlichen Abstands bleibt die Hafenstadt zwangsläufig mit dem Zweiten Weltkrieg verbunden. Denn als Frankreich von Deutschland besetzt war, zerstörten die Luftangriffe durch die Alliierten im September 1944 das ganze Stadtzentrum von Le Havre. Ihre Bomben ließen nur Trümmer zurück, rund 10.000 Gebäude
More
Ganz nach Gusto: Das Erfreuliche an Linsen, Bohnen und Kichererbsen ist aus meiner Sicht, dass sie sich gut mit pikanten Gewürzen und aromatischen Kräutern vertragen, auch mit einer kräftigen »Überdosis« von beidem. Weiße Gigantes, die griechischen Riesenbohnen, mit viel Salbei zählen zu meinen Lieblingsrezepten, und mit Ras el-Hanout
More
Russischer Salatklassiker: Auf dem Markt hatte ich Rote Bete gekauft, um einen Salat mit Räucheröl (wie gerade in Paris gegessen) auszuprobieren. Doch nun hatte mir meine Schwester schon zum zweiten oder dritten Mal von einem Salat aus »Mamuschka« von Olia Hercules vorgeschwärmt. Und da ich genau das Osteuropa-Kochbuch
More
Arte: Zu den vielen tollen Reihen in der Arte-Mediathek gehört »Blow up«, eine Fundgrube für Filmfreunde. Meist geht es um Filmmusik, Vorspänne, bestimmte Regisseure oder Schauspielerinnen. Ich schaue allerdings die thematischen Folgen am liebsten, Rennen im Film, Dinosaurier im Film, Grün oder Blau im Film. Jetzt widmen sich
More
Hafenbilder: Dass nicht nur die Landschaften der Normandie und die Farben von Himmel und Meer zu künstlerischen Arbeiten inspirieren, sondern auch Häfen mit ihren Kränen und Containern, Docks und Silos, Fähren und Öltankern zeigt das Musée d’art moderne André Malraux (MuMa) in Le Havre mit seiner Winterausstellung »Ports
More
Salat aus der Pfanne: Mit dem leicht bitteren Radicchio, dem pfeffrigen Rucola und saurer Vinaigrette im Salat harmoniert süßes Obst bestens – hier gab es schon Rezepte mit köstlichen Pflaumen, mit Birne, mit Grapefruit, mit Orangen, mit Apfel und mit Trauben. Mit den letzten Trauben der Saison lässt
More
Geheimschubladen, Zettelkästen und mehr: Eine Ausstellung über Schränke in der Wissenschaft oder Bäume in der Kunst, ein Sammelband über Müll in der Literatur oder erste Sätze von Romanen – solche Themen quer zu Genres und Disziplinen finde ich äußerst spannend. Wen wird es also wundern, wenn ein Buch
More
Jardins de la Mémoire: Etwas mehr als drei Jahrzehnte ist er jetzt alt, der Mitte der 1990er Jahre geschaffene Park im Osten der Stadt. Gleich hinter dem Finanzministerium, das mit den »Füßen« in der Seine steht, taucht man in eine andere Welt ein. Die 14 Hektar große Grünanlage
More
Les Mondes de Colette: Schon als Schriftstellerin zählt Sidonie Gabrielle Colette (1873–1954) zu den faszinierenden Figuren der französischen Literatur im 20. Jahrhundert, ihr Werk ist so populär wie von der Kritik anerkannt und noch heute erstaunlich aktuell. Wie es der Titel der Ausstellung in der französischen Nationalbibliothek (BnF)
More
Neueste Kommentare