CAJUN-SALAT MIT BUTTERNUT-KÜRBIS UND MUNGBOHNEN

Südstaaten kulinarisch: Die französischen Siedler, die in früheren Jahrhunderten in Louisiana lebten, passten ihre heimischen Gerichte den im Mississippi-Delta erhältlichen Zutaten an. Dabei unterscheidet die Südstaaten-Küche eigentlich zwischen raffinierter kreolischer Küche mit Zutaten wie Flusskrebsen, Geflügel und Fisch und rustikaler Cajun-Küche, die als Arme-Leute-Essen galt. Eine große Rolle spielten dabei Gewürze und Gemüse wie Süßkartoffeln, Bohnen oder Kürbis. Zwiebeln, Paprika und Staudensellerie gelten gar als »Holy Trinity«, als Dreieinigkeit der Cajun-Küche.

 

200 g Mungbohnen, gekocht

1 kleiner Butternut-Kürbis (800 g) • 2 kleine Zwiebeln

1 walnussgroßes Stück Ingwer • 2 Knoblauchzehen

2 TL Cajun-Gewürz • Salz • 5 EL Olivenöl

1 Bund Koriander • 1 Zitrone

 

Cajun-Gewürz: Deshalb fand ich die Gewürzmischung von Terre Exotique, einem Gewürzhändler aus der Bretagne, durchaus passend zum Mungbohnen-Salat mit »Baked Butternut«, die beide kräftige Aromen gut vertragen können. Ich habe das Cajun-Gewürz gerade aus Frankreich mitgebracht (in Deutschland bekommt man es nicht so ohne weiteres, allerdings bieten andere Produzenten eigene Mischungen an). Meine Südstaaten-Mischung besteht laut Herstellerangaben aus Kreuzkümmel, schwarzem Pfeffer, Paprika, Koriander, Senfsaat, Kurkuma, Fenchel und Knoblauch, in welchem Verhältnis, bleibt natürlich ein Geheimnis. Andere Rezepte mischen noch Thymian und Oregano darunter. Wenn in den USA etwas Cajun heißt, ist es jedenfalls eher pikant als richtig scharf und enthält Paprika- und Knoblauchnoten. Ich habe mit frischem Ingwer, frischem Koriander und Knoblauch noch etwas »nachgeholfen«.

Butternut: Kürbis ist ein typisches Herbstgemüse, jetzt Ende Oktober hat er Hauptsaison. Der birnenförmige Butternut-Kürbis mit buttrig-weichem, dunkelorangefarbenem Fruchtfleisch und zart-nussigem Geschmack zählt zur Familie der Moschuskürbisse. Anders als der Hokkaido-Kürbis muss er geschält werden und das Fruchtfleisch bleibt nicht so fest, sondern wird je nach Garzeit fast cremig. Butternut-Kürbis harmoniert gut mit Ingwer, Chili, Curry und braucht wegen seiner Süße im Salat unbedingt einen Spritzer Säure, hier in Form von Zitronensaft. Übrigens gibt es nicht DEN Butternut-Kürbis, sondern diverse Sorten, etwa Butterboy, Ultra Butternut, Woltham oder Butternut Ponca, die sich durch Herkunft, Größe, Struktur der Schale und andere Merkmale unterscheiden.

Mungbohnen: Die kleinen grünen Bohnen müssen vorher eingeweicht werden (mindestens 2 Stunden) und garen dann in etwa 30 Minuten. Ihr angenehm frischer Geschmack bietet hier den Hintergrund zum pikanten im Ofen gebackenen Kürbis. Dafür den Backofen auf 200 °C vorheizen. Den Butternut-Kürbis schälen, die Samen entfernen und das Fruchtfleisch würfeln. Die Zwiebeln, den Ingwer und den Knoblauch schälen und fein würfeln. Alle Zutaten in einer Auflaufform mit etwas Salz, dem Cajun-Gewürz und dem Olivenöl mischen und im Backofen 30–40 Minuten garen. Die Korianderblättchen abzupfen und grob hacken. Die Mungbohnen und den Ofenkürbis mit etwas abgeriebener Schale und dem Saft einer halben Zitrone auf Tellern anrichten und mit dem Koriander bestreuen. Tipp: Ich habe gleich einen ganzen Kürbis (800 g wie auf dem Zutatenfoto) für zwei Portionen zubereitet und nur die Hälfte gegessen, morgen gibt’s den Rest im Risotto oder in einem anderen Salat. Was man auch sieht: Ich brauche einen Zestenreißer! Die Zitronenschale hatte ich so dünn wie möglich geschnitten, aber es war noch zu dick.

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