SAMTGRAS IN DER BRETAGNE UND KORSIKA

Das wächst am Strand: Juni in der Bretagne, die Sonne strahlt vom Himmel, ein leichter Wind streicht über den dicht mit Samtgras bewachsenen Hang am Lieblingsstrand und bringt das Gräsermeer sacht in Bewegung. Beim leisesten Hauch wiegen sich die dünnen Halme mit ihren puscheligen Blütenrispen zitternd im Wind. Schon tagsüber faszinierend, erst recht im Abendlicht, wenn die Gräser geradezu leuchten… Aber gar nicht so einfach zu fotografieren, weil das filigrane Samtgras ja nicht »stillhält« und so Bewegungsunschärfen entstehen (Fotos von der Île d’Ouessant, der Côte des Légendes und Locquirec im Finistère und aus Korsika).

Hasenschwanzgras: An der Meeresküste der Bretagne und anderen atlantischen Regionen wie auch auf Korsika und im ganzen Mittelmeerraum fühlt sich das Samtgras wohl. Das einjährige Gras wird wegen seiner puscheligen Blütenstände auch Hasenschwänzchen genannt und verbreitet sich gern auf Dünen, Trockenrasen und anderen sonnigen, trockenen Standorten. Botanisch Lagurus ovatus, ähnelt der französische Name der deutschen Bezeichnung: Queue de lièvre des sables. Das gern für Trockensträuße verwendete Gras blüht – je nach Region – von April bis Juli und erreicht Wuchshöhen zwischen 15 und 40 Zentimeter.

Küstenvegetation: Gar nicht so einfach, am Meer mal das Meer zu ignorieren und auf die Pflanzen zu achten, die am Ufersaum wachsen. Gräser spielen zwar eine große Rolle, sind aber eher die zurückhaltenden Nachbarn, wenn andere Pflanzen mit farbigen Blüten den Blick auf sich ziehen – wie Gelber Hornmohn (Pavot des sables oder Pavot cornu jaune / Glaucium flavum), Strand-Grasnelken (Armerie maritime / Armeria maritima), Klippen-Leimkraut (Silène maritime / Silene uniflora), Sandlabkraut (Gaillet des sables / Galium arenarium), Strandwinde (Liseron des dunes / Convolvulus soldanella) – oder Meerkohl (Chou marin / Crambe maritima), Disteln und Meerfenchel durch Farbe und Form auffallen.

Bretagne Meneham

Samtgras Bretagne Ouessant

Samtgras Korsika

Samtgras Bretagne