DEUTSCHE SALATKLASSIKER: WACHSBOHNENSALAT

Komma bei Omma: Sind die gelben Bohnen wirklich ein altmodisches Gemüse mit dem »Hauch des ewig Gestrigen«, das nur in »Omas altem Kochbuch« noch zu finden ist, wie der Spiegel behauptet? Die größere Überraschung ist für mich weit eher, dass das Magazin den »Zarten ausm Garten« (so der Titel) einen langen Beitrag und ein Rezept widmet… Wachsbohnen haben nur kurz Saison, und wenn es die hellgelben Hülsenfrüchte im Sommer auf dem Wochenmarkt gibt, greife ich immer zu. Blässe oder Intensität der Färbung sagen nichts über den Reifegrad von Wachsbohnen aus, sondern variieren von Sorte zu Sorte. Wegen ihres buttrigen Geschmacks auch als Butterbohnen bekannt, werden die zarten Hülsen bevorzugt als Salat zubereitet.

 

500 g Wachsbohnen • 1 Bund Frühlingszwiebeln

Weißweinessig • Raps- oder Olivenöl • Salz • Pfeffer

1 Bund Schnittlauch

 

Und so geht’s: Die Bohnen in kochendem Wasser 10–12 Minuten bissfest garen. Die Bohnen in mundgerechte Stücke schneiden, die Frühlingszwiebeln in feine Ringe und beides in eine Schüssel geben. Für die Vinaigrette Essig und Öl mit Salz und Pfeffer vermischen und über die noch warmen Bohnen geben. Abkühlen und 30 Minuten oder bis zu 2 Stunden durchziehen lassen. Kurz vor dem Servieren den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden und den Salat damit bestreuen.

Gelbe Bohnen: Die zarte Variante grüner Bohnen schmeckt am besten pur mit einer Schalotten-Vinaigrette – ich habe sie hier durch Frühlingszwiebeln und Schnittlauch ersetzt. Wer sie im Salat mit anderen Zutaten mischen will, kann sie mit Tomaten, Pfifferlingen oder anderen Bohnensorten kombinieren, als Kräuter passen Bohnenkraut, Basilikum oder Thymian. Knackig frisch bleiben Wachsbohnen nur kurz, man sollte die gelben Bohnen innerhalb von zwei Tagen verbrauchen.

 

Salatzutaten

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