WANDERN AUF DEM GR34: RUND UM TRÉBEURDEN

Plage Pors Mabo: Das Ortszentrum des Badeorts Trébeurden liegt etwas erhöht über dem Meer, und je nachdem, in welcher Richtung und Abfolge man laufen will, bieten sich unterschiedliche Parkmöglichkeiten an. Ich bin bis hinunter zur großen Strandbucht Pors Mabo gefahren (jetzt im Juni parkte dort noch niemand, im Hochsommer ist es vermutlich keine so gute Idee) und zuerst an der Küste entlanggelaufen, dann zurück auf der asphaltierten Corniche von Trébeurden. Das geht auch genauso gut vom Jachthafen in Trébeurden aus – und ob man zuerst den schönen Wanderweg GR34 nimmt und dann die von vielen Villen gesäumte, nicht ganz so spektakuläre Corniche de Pors Mabo, oder umgekehrt, ist Geschmackssache.

Wandern auf dem GR34: Teils geht es durch mehr als mannshohen Farn, teils an Mauern entlang, mit denen die begüterten Zweitwohnbesitzer ihre großen Ferienhäuser höher am Hang abschirmen. Mal wachsen riesige Natternköpfe über dem Küstenpfad, mal öffnet sich der Blick unter Strandkiefern weit aufs blau und türkis glitzernde Meer und die Bucht von Lannion. Die Runde ist in knapp zwei Stunden zu bewältigen, je nachdem, ob man auch die vorgelagerte Pointe de Bihit noch umrundet oder gleich zur Strandpromenade von Trébeurden abbiegt. Der Küstenpfad ist auch hier Teil des GR34, des Fernwanderwegs entlang der ganzen bretonischen Küste, der im Norden am Mont Saint-Michel beginnt und im Süden am Golfe du Morbihan endet. Eine Wanderkarte benötigt man nicht, der weiß-rot markierte Wanderweg am Meer ist nicht zu verfehlen und das asphaltierte Küstensträßchen führt oberhalb quasi parallel wieder zum Ausgangspunkt zurück.

Plage de Tresmeur: Das Stück am fast weißen Sandstrand von Trébeurden entlang war leider begleitet vom nervigen Genöle eines Jetskis, dabei war es ansonsten noch fast menschenleer und die Aquafitnessgruppe angesichts der noch frischen Wassertemperaturen in Neopren aktiv. Noch vor dem Jachthafen und den weiß-blauen Umkleidekabinen biegt man von der Strandpromenade hinauf zur Corniche. Was hier im Norden der Bretagne selten ist – (relativ) windgeschützte und nach Süden oder Südwesten ausgerichtete Strände – macht den Badeort so beliebt und Trébeurdens Motto auch zutreffend: »Ar mor eo ma flijadur«, das Meer ist mein Vergnügen. Das mögen die früher hier ansässigen Sardinenfischer noch anders gesehen haben. Die »grande crise sardinière« zu Beginn des 20. Jahrhunderts bescherte dieser Arbeit ein abruptes Ende, 1909 schloss die Sardinenfabrik in Trébeurden.

Wandern GR34 Trébeurden

Wandern GR34 Trébeurden

Wandern GR34 Trébeurden

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