ROTE BETE BUCHWEIZEN BIRNE UND RUCOLA
Grün weiß violett: Farben spielen nicht nur in der katholischen Liturgie eine Rolle. Bunte Teller erfreuen auch… Ob Grünzeug, Rote Bete und Birne außer farblich auch geschmacklich gut zusammenpassen, habe ich schon vor vier Jahren mit einem Salat ausprobiert. Dort steuerten Walnüsse die nussige Note bei, hier ist es Buchweizen. Mit Rucola und Dillvinaigrette wurde daraus auch bei diesem zweiten Versuch mit wenig Aufwand ein ansprechender Salat! Und ein Tipp: Wenn die Birne noch nicht reif genug ist, schmeckt der Salat besser, wenn man die Würfel ganz kurz in einer kleinen Pfanne schwenkt (erhitzt in einem kleinen Teil des Öls). Und für die marinierten Zwiebeln verwende ich nicht den Weißweinessig von Fallot, mein wichtigste und tägliche Salatzutat, sondern verwerte Reste von nicht so häufig verwendeten Sorten wie Sherry-Essig, damit in meinen Essigvorrat bald wieder Neues passt.
50 g Buchweizen • 2 Rote Bete, gegart • 1 kleine rote Zwiebel
1 Birne (vorzugsweise Vereinsdechant oder Conference)
Rucola (nach Belieben) • 2 EL Olivenöl • 1 EL Weißweinessig • Salz
½ Bund Dill
Und so geht’s: Den Buchweizen in kochendem Wasser 10–15 Minuten garen, dann in einem kleinen Sieb abtropfen und abkühlen lassen. Die Zwiebel schälen, in feine Ringe schneiden und in eine kleine Schale geben. Mit Essig und kochendem Wasser bedecken und 5–10 Minuten ziehen lassen, dann abgießen. Die Rote Bete in Würfel von etwa einem halben Zentimeter Kantenlänge schneiden. Die Birne schälen, vom Kerngehäuse befreien und ebenfalls in Würfel schneiden. Den Dill Den Rucola auf zwei Teller verteilen, und Rote Bete, Birne und Buchweizen darauf verteilen. Für die Vinaigrette Olivenöl, Weißweinessig, Salz und Dill vermischen. Den Salat damit beträufeln und mit einigen Dillspitzen anrichten.
Vom Viehfutter zum Superfood: Ob Hirse, Hafer oder Buchweizen, sie alle entwickelten sich in Europa vom Nahrungsmittel zu Futterpflanzen, wurden im Lauf der Zeit die »armen Verwandten« der Brotgetreide Weizen und Roggen. Denn als der ertragreichere Kartoffelanbau und die Intensivierung der Landwirtschaft durch verbesserte Anbaumethoden immer mehr an Bedeutung gewannen, wurde der Buchweizen als preiswertes Grundnahrungsmittel zurückgedrängt, der einst in der Bretagne ebenso kultiviert wurde wie in Osteuropa, im Schweizer Wallis, in Graubünden und im Tessin ebenso wie in den Ostalpen Österreichs, in Slowenien und auf der Südseite der Alpen in Norditalien. Heute haben sich die Verhältnisse erneut gedreht – der Weizen ist in Verruf geraten, dafür ist die glutenfreie Ernährung Trend. Und der Buchweizen auf Speisekarten und in Rezepte zurückgekehrt. Also zugreifen: In Bauernläden und Bio-Supermärkten kann man sogar wieder Buchweizen kaufen, der in Deutschland angebaut wurde.
