KÜRBISSALAT MIT SCHWARZEN KICHERERBSEN, SPINAT UND CURRY-JOGHURT-DRESSING

Leuchtender Herbst: Längst haben sich die Blätter von Bäumen und Sträuchern gelb und braun verfärbt. Der Herbst ist wieder da, und mit ihm der Kürbis. Der orangefarbene Hokkaido muss nicht geschält werden, das macht ihn zum beliebtesten der vielen Sorten von Butternut- bis Muskatkürbis. Übrigens sind Kürbisse botanisch gesehen Beeren, wegen der frei im Fruchtfleisch liegenden Samen, die man vor dem Backen oder Kochen entfernt. Der wandlungsfähige Kürbis bringt Farbe auf den Teller und wird meist mit den pikanten Aromen von Ingwer, Knoblauch, Chili oder Curry aufgepeppt, weil die Gewürze den recht dezenten, leicht süßen Eigengeschmack hervorheben. Das funktioniert vor allem für heiße Gerichte wie Suppen gut, doch auch im lauwarm servierten Salat kann würziger, ofengerösteter Kürbis eine tragende Rolle übernehmen. Currygewürzmischungen können sehr unterschiedlich scharf sein, daher ist die Mengenangabe nur ein Näherungswert. Für zwei Personen:

 

½ kleiner Hokkaido-Kürbis • 50 g schwarze Kichererbsen, über Nacht eingeweicht

3 EL Olivenöl • 1–2 TL Currypulver

Salz • Chiliflocken • Senfsaat

1 kleine Knoblauchzehe • 3–4 EL griechischer Joghurt

1 EL Sonnenblumenkerne • 1 kleine Handvoll Spinat

1 EL Zitronensaft (nach Belieben)

 

Und so geht’s: Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Den ungeschälten Kürbis in Spalten schneiden und von den Kernen befreien. Die Kichererbsen 45–50 Minuten kochen, dann abgießen (weil sie härter und ungeschält sind, benötigen schwarze Kichererbsen eine längere Garzeit). Parallel den Kürbis in einer ofenfesten Auflaufform verteilen und mit dem Olivenöl beträufeln. Mit etwa der Hälfte des Currypulvers, Salz, Chiliflocken und Senfsaat vermischen. Im vorgeheizten Backofen 30 Minuten backen, nach der Hälfte der Zeit wenden. Die letzten fünf Minuten die Sonnenblumenkerne und den Spinat hinzufügen.

Für das Curry-Joghurt-Dressing den Knoblauch schälen, fein hacken und in einer kleinen Schale mit dem restlichen Currypulver unter den Joghurt rühren. Kürbis, Kichererbsen und Spinat auf zwei Tellern anrichten. Das Würzöl (und nach Belieben etwas Zitronensaft) und die Sonnenblumenkerne aus der Auflaufform unter das Dressing rühren und zum Kürbissalat servieren.

 

Schwarze Kichererbsen: Inzwischen koche und backe ich seit über vier Jahrzehnten, und alles, was ich über Gemüse und Salate weiß, verdankt sich dieser kulinarischen Entdeckungsreise in der eigenen Küche. Neugierig auf Essbares jeglicher Art, lerne ich immer noch dazu, was Geschichte und Sorten, Verarbeitungs- und Verwendungsweisen angeht. Neu in meinem Vorratsschrank sind beispielsweise die schwarzen Kichererbsen aus Süditalien. Sie sind etwas schwerer aufzutreiben, aber im Online- und Naturkosthandel durchaus zu bekommen, und unterscheiden sich in Form und Farbe von herkömmlichen Kichererbsen. Kleiner als die helle blassgelbe Sorte, mit höherem Ballaststoffanteil und kräftigerem Geschmack können schwarze Kichererbsen dank ihres hohen Eiweiß- und Eisengehalts eine wichtige Rolle für die vegetarische Ernährung spielen. In Apulien und der Basilikata wurde der aufwendige Anbau der »ceci neri« Mitte des 20. Jahrhunderts aufgegeben, in den letzten Jahrzehnten haben einige nachhaltig arbeitende Landwirtschaftsbetriebe den Anbau alter Sorten wieder aufgenommen. Doch auch in Indien und Pakistan sind schwarze Kichererbsen verbreitet, dort Kala Chana genannt, die gern für Currys, Suppen und Salate verwendet werden. Jetzt im Herbst, wo die kälteren Temperaturen unseren Appetit auf Wärmendes und Nahrhaftes verstärken, kommen Kohlenhydrate gerade recht – in der Gestalt von Hülsenfrüchten sind sie auch noch gesund.

Kürbissalat mit Curry-Joghurt-Dressing

Kürbis Spinat schwarze Kichererbsen

 

 

 

 

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