ZWEIMAL FRANKREICH IM NETZ #2021_KW02

SWR 2: Am 6. Juni 1944 landeten alliierte Truppen in der Normandie. Der Radiobeitrag zu dieser legendären, auch verfilmten militärischen Operation wurde im Juni 2019 gesendet – 75 Jahre später, ist aber jenseits des Jahrestags zeitlos interessant. Trotz ihrer Überlegenheit an Menschen und Material haben die Alliierten ein strategisches Problem: Wie schafft man mehr als 100.000 Männer über den Ärmelkanal, ohne dass der Feind genau weiß, wo und wann die Truppen an Land gehen wollen? So verheerend die Verluste der »Operation Overlord« waren, die Invasion am »D-Day« war der Anfang vom Ende der Nazi-Herrschaft in Frankreich. Zweieinhalb Monate später befreiten die allierten Streitkräfte Frankreichs Hauptstadt Paris (ein Podcast von Michael Reitz, 28 Minuten).

Invasion in der Normandie – SWR 2 Wissen

https://www.swr.de/swr2/wissen/aexavarticle-swr-43288.html

 

SWR 2: Im September 1944 beginnt eine absurdes Intermezzo in Sigmaringen: In der oberschwäbischen Provinzstadt an der Donau treffen über Nacht rund 1600 Franzosen ein. Auf dem Schloss der Hohenzollern flattert bald die Trikolore. Sigmaringen wird zum Exilsitz der französischen Vichy-Regierung, zur Hauptstadt Frankreichs von Hitlers Gnaden. Gasthöfe und Hotels sind beschlagnahmt, fast jede deutsche Familie muss Gäste einquartieren. Denn zuvor hatten alliierte Truppen Paris befreit, und nicht nur Regierungschef Philippe Pétain und seine Minister zogen nach Deutschland zu den Nationalsozialisten um, auch weitere Kollaborateure begaben sich auf die Flucht. Darunter befand sich auch der Schriftsteller Louis-Ferdinand Céline, der in den 1950er-Jahren den autobiografischen Roman »Von einem Schloss zum andern« (D’un château à l’autre) über seine Zeit in Sigmaringen veröffentlichte (ein Podcast von Pia Fruth, 28 Minuten).

Das Vichy-Regime in Sigmaringen – SWR 2 Wissen

https://www.swr.de/swr2/wissen/av-o1150212-100.html

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