ZWEIMAL FRANKREICH IM NETZ 2020_KW17

Urlaubsarchitektur: Newsletter habe ich nicht viele abonniert, um mein Email-Postfach nicht zu überlasten, fast nur Berufliches von Börsenblatt bis Kulturrat trudelt bei mir ein. Selbst auf Perlentaucher verzichte ich (leider) inzwischen, weil mir die digitalen News einfach zu viel wurden. Nicht verzichten dagegen möchte ich auf den Newsletter von Urlaubsarchitektur, denn ich schätze stilvolle oder einzigartige Ferienunterkünfte. Mit dem 2007 von Architekt Jan Hamer aus Hannover gegründeten Webportal ist es viel leichter geworden, architektonisch anspruchsvolle Ferienquartiere zu finden (die man direkt bei den Vermietern bucht, nicht über das Webportal). Obwohl der Schwerpunkt auf Europa liegt, sind unter den rund 500 Domizilen leider nur 28 in Frankreich. Aber damit kann man ja mal anfangen – und im Landhaus aus dem 18. Jahrhundert übernachten, in einer alten Tuchfabrik, einer Pariser Dachwohnung, einem mittelalterlichen Turm, einem Stadtpalais aus dem 17. Jahrhundert, einem Bootshangar aus den 1950er-Jahren oder in einem modernen Architektenhaus. Manche ganz ländlich mittendrin in der tiefsten Provinz Frankreichs, andere »les pieds à l’eau«, direkt am Wasser in der Bretagne, auf Korsika oder am Genfer See.

Ferienunterkünfte in Frankreich

https://www.urlaubsarchitektur.de/de/map/

 

Deutschlandfunk Kultur: Albert Londres (1884–1932) wurde in Frankreich als Kriegsreporter im Ersten Weltkrieg bekannt, später in den 1920er- und 1930er-Jahren berichtete der Journalist in Auslandsreportagen aus China, Indien, den UdSSR, Palästina und Guyana, aber auch von der Tour de France oder aus Marseille – immer getreu seinem Credo »Die Feder in die Wunde legen«. Kurt Tucholsky verglich ihn damals mit Egon Erwin Kisch, dem großen Kollegen aus Prag. 1928 war Londres vier Monate lang in den französischen Kolonien Afrikas unterwegs. Sein Bericht über das brutale Unterdrückungssystem löste einen Skandal aus – die Empörung galt jedoch nicht den erschreckenden Zuständen sondern dem Autor. Seine Reportage »Terre d’ébène« liegt nun, zusammen mit einer zweiten Reportage aus den Gefangenenlagern Nordafrikas in einer deutschen Neuausgabe vor, 2020 erschienen in der Anderen Bibliothek. Eva Hepper stellt den Band im Deutschlandfunk Kultur vor.

Afrika in Ketten. Reportagen aus den Kolonien

https://www.deutschlandfunkkultur.de/albert-londres-afrika-in-ketten-reportagen-aus-den-kolonien.1270.de.html?dram:article_id=474299

 

Ich verlinke nur zu Blogs, da bei Zeitungen oder TV-Sendern nicht abzusehen ist, wann Artikel, Filme oder Podcasts hinter Bezahlschranken verschwinden oder nicht mehr aufzufinden sind.

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