SIGARA BÖREGI UND GEMISCHTE BLATTSALATE

Zigarren-Börek: Nie wieder hat mir Börek so gut geschmeckt wie auf einem Markt in Istanbul. Vermutlich, weil es sie dort frisch zubereitet (auch der Teig) direkt aus dem Backofen auf die Hand gab. In Deutschland liegen die vorbereiteten fingerdicken Röllchen meist schon eine Zeitlang in den Vitrinen und werden dann kurz erhitzt – leider offensichtlich oft in einer Fritteuse. Der Yufka-Teig ist dann so krachert, dass er splittert. Selbst gemachte Sigara Böreği dagegen werden schön knusprig, egal ob man die Teigröllchen nun in der Pfanne brät oder sie im Ofen backt. Statt Petersilie passt auch Dill gut und statt des Ziegenfrischkäses kann ein Esslöffel Naturjoghurt den Salzlakenkäse etwas geschmeidiger für die Füllung machen. Das Ergebnis ähnelte den kulinarischen Erinnerungen aus der Türkei doch schon weitgehend…

 

1 Bund glatte Petersilie • 75 g Salzlakenkäse (Beyaz Peynir oder Feta) • 1 Ziegenfrischkäse

8–10 Yufka-Blätter • 2 EL neutrales Pflanzenöl zum Braten

 

Und so geht’s: Die Petersilie hacken. In einer kleinen Schale die beiden Käsesorten mit einer Gabel zerdrücken und vermischen. Mit der Petersilie vermengen. Entlang der gerundeten Seite eines Yufka-Blatts etwas Füllung verteilen. Das Teigblatt von der abgerundeten Seite aus einwickeln, die rechte und linke Ecke einklappen, dann bis zur Spitze einrollen. Die Spitze des Teigblatts mit Wasser befeuchten und an das Teigröllchen drücken, um es zu verschließen.

 

Yufka: Die hauchdünnen dreieckigen Teigblätter für Zigarren-Börek gibt’s in türkischen Lebensmittelläden, meist als Packung mit 360 Gramm. Werden nicht alle Blätter gleich verwendet, hilft es, sie kurz in ein sauberes feuchtes Geschirrtuch zu legen, falls sie zu trocken sind. Der Teig besteht nur aus Mehl, Wasser und etwas Salz, und Blätterteig ist daher keinesfalls eine Alternative, da dieser sehr viel Fett enthält.

 

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