RADIESCHENSALAT MIT SPINAT UND SELLERIE

Meist schaffen es Radieschen in meiner Küche gar nicht erst in den Salat, sondern wurden schon zum Frühstück weggeputzt. Bleiben dennoch mal vier, fünf Radieschen übrig, landen sie als knackig-scharfe Ergänzung im gemischten Blattsalat, den es fast jeden Tag zum Abendessen gibt. Auch im Kartoffel- oder Linsensalat oder auf dem Butterbrot fürs Picknick machen sie sich gut. Ihre pfeffrige Schärfe in einem Gericht die Hauptrolle spielen zu lassen, habe ich dagegen noch viel zu selten geschafft – dieser Radieschensalat ist nur ein Anfang.

 

1 Bund Radieschen • 1 Salatherz • 100 g Babyspinat • 2 Stangen Staudensellerie

3 Stängel Minze, Blättchen abgezupft  • ½ Bund glatte Petersilie, Blättchen abgezupft

150 g griechischer Joghurt • 1 Zitrone • 1 Knoblauchzehe • 2 EL Olivenöl

Salz, frisch gemahlener Pfeffer

 

Die Radieschen in dünne Scheiben und das Salatherz in dünne Streifen schneiden. Den Staudensellerie fein würfeln. Die Kräuter fein hacken.

Die Zitrone auspressen. Die Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Für das Dressing in einer kleinen Schüssel den Joghurt, die Hälfte des Zitronensafts, das Olivenöl, den Knoblauch, Salz und Pfeffer vermischen. Probieren und falls notwendig noch etwas Zitronensaft hinzufügen.

Radieschen: Die pink-roten Minis enthalten viel Vitamin C und haben nur wenig Kalorien, deshalb sind sie wie auch alle anderen Retticharten bei Abnehmwilligen beliebt. Lieber als die runden roten, wie ich sie hier verwendet habe, kaufe ich allerdings die längliche Variante mit den weißen Spitzen, wie es sie in Frankreich gibt, die man aber immer häufiger auch auf deutschen Wochenmärkten bekommt. Soweit ich weiß, heißt die Sorte sogar »French Breakfast«.

Wirft man einen Blick in seine gesammelten Kochbücher, wird man Radieschen nur ausgesprochen selten im Register finden. Fündig wird man bei bei Nigel Slater, dessen Radieschen-Gazpacho ich mit Sicherheit ausprobieren werde, und bei Hugh Fearnley-Whittingstall – sowohl seine Radish-Salsa wie sein Radish-Raita-Dip mit Koriander sind Rezepte, die auf den Tisch kommen werden. In französischen Rezeptsammlungen ist das ein bisschen anders, denn dort werden »radis« genau wie Mairübchen auch in Butter sautiert und als Beilage zu Fleisch oder Fisch serviert. Auch dass das Grün essbar ist, kam in Frankreich nicht erst durch die »Nose-to-Tail-Bewegung« und das Motto »Nichts wegwerfen!« wieder auf – eine »Velouté de fanes de radis«, also eine Cremesuppe aus dem Radieschengrün ist durchaus nichts Exotisches. Die französische Bloggerin Angie teilt auf »La Gourmandise selon Angie« ihr Rezept für »Beurre citronné de fanes de radis«. Für den Brotaufstrich werden Butter, Crème fraîche, Zitronensaft, Salz und Pfeffer mit den pürierten Radieschenblättern vermengt. Hört sich auch lecker an!

http://www.la-gourmandise-selon-angie.com/archives/2012/05/15/24262041.html

http://www.theguardian.com/lifeandstyle/2014/may/18/baked-sea-bass-radish-soup-recipes-nigel-slater

http://www.theguardian.com/lifeandstyle/2008/may/10/foodanddrink.recipes

 

 

 

Print Friendly, PDF & Email