RADICCHIO MIT OFENMÖHREN, MANDELN UND DATTELVINAIGRETTE
Update-Desaster: Drei, vier Salatbeiträge im Blog hintereinander, das habe ich bislang versucht zu vermeiden. Um immer zwischen Reise und Rezepten abzuwechseln, dazwischen ab und zu Buchrezensionen, Ausstellungstipps und anderes. Aber nach einer Software-Aktualisierung funktionierte nur noch wenig bei meinem Blog, das Einloggen war so schwierig wie das Laden der Bilder. Mit dem Reparieren war und bin ich seit Wochen beschäftigt, daher habe ich im Juni und Juli – anders als geplant – kaum neue Beiträge teilen können. Für 2 Portionen
200 g Möhren 3 EL Olivenöl 1 TL Ras el-Hanout
1 Radicchio 1 Schalotte 4 Datteln 1 Handvoll blanchierte Mandeln
1 TL Dijon-Senf 1 EL Weißweinessig Salz Pfeffer
Und so geht’s: Den Ofen auf 200 °C vorheizen. Die Möhren nach Belieben schälen oder ungeschält lassen und längs in dünne Scheiben schneiden. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Auf einem Backblech verteilen, mit dem Ras el-Hanout bestreuen und mit dem Öl beträufeln, 2–3 EL Wasser hinzufügen und die Möhren 15 Minuten im Ofen rösten.
Den Radicchio in dünne Streifen schneiden. Die Schalotte schälen und fein hacken. Die Datteln ebenfalls fein hacken. In einer Salatschüssel Schalotte, Datteln, Senf, Essig, Salz und Pfeffer vermischen. Die Hälfte des Radicchio die letzten 5 Minuten zu den Möhren auf das Backblech geben. Falls noch Platz auf dem Backblech ist, auch die Mandeln die letzten 5 Minuten hinzugeben, sonst in einer kleinen Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Die warmen Möhren samt Radicchio und Öl vom Blech zur Vinaigrette geben und einmal durchheben. Die andere Hälfte des Radicchio und die Mandeln untermischen und den Salat servieren.
Mini-Möhren: Das Technik-Fiasko hat mich so abgelenkt, dass mir erst nachträglich auffiel, dass dieser Salat sich kaum vom bunten Möhrensalat aus dem November 2020 unterscheidet (dort mit rotem Chicorée und Kürbiskernen statt mit Radicchio und Mandeln). Eigentlich dachte ich, die Mini-Möhren hätten mich auf die Idee gebracht. Wenn ich mal etwas Besonderes im Gemüse-Angebot sehe, probiere ich es gern gleich aus. Diesmal waren es Mini-Biomöhren, bei den ich sofort zugegriffen habe, etwa kleinfingerdicke Exemplare. Kleine Auberginen, Mini-Paprika oder Zucchini kaufe ich gern, immer in der Hoffnung auf mehr Aroma als bei den Gigantea-Exemplaren. Wie auch andere Gemüsesorten von Blumenkohl bis zu Kartoffeln schmeckt auch das orangefarbene Wurzelgemüse im Ofen geröstet oder in der Pfanne gebraten deutlich besser als gekocht. Ja, ja, Fett als Geschmacksträger, das ist bekannt. Hier wird mit wenig Öl und etwas Wasser beim Garen im Backofen etwas getrickst. Übrigens: Die ganzjährig erhältlichen Rübchen empfehlen sich schon deswegen im Salat, weil das Provitamin A, für dessen hohen Gehalt die Möhre bekannt ist, nur fettlöslich ist. Im Salat ist die Möhre roh – am besten in dünne Stifte geschnitten oder geraspelt – so vielseitig wie gedünstet oder im Ofen gebacken.
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