QUITTENESSIG SELBST GEMACHT

Kein Obst zum Anbeißen: Ursprüngliche Heimat der vitaminreichen Früchte ist vermutlich der Kaukasus oder China, meine beiden Exemplare kamen aus Frankreich. Aus deutschen Gärten und von den Obstwiesen waren Quitten lange Zeit fast verschwunden, doch seit einigen Jahren erleben sie ein Comeback. Dank der erhöhten Nachfrage bekommt man sie jetzt im Herbst auch wieder auf den Wochenmärkten. Die säuerlichen Birnenquitten können bis zu 1,5 kg schwer werden, die milderen Apfelquitten sind kleiner. Diese Unterscheidung ist aber recht grob, es gibt je nach Zählweise 200 bis 700 unterschiedliche Sorten. Ein besonderes Kennzeichen ist der pelzige Flaum auf der Schale, der den Früchten auch den Namen »wolliger Apfel« eintrug. Gepflückt werden sie, wenn die Farbe sich von hellgrün zu goldgelb verändert. Quitten sind bei der Ernte sehr hart und sind roh kaum zu genießen.

 

500 g Quitten (2 Stück) • 500 ml naturtrüber Bio-Apfelessig • 250 ml Weißweinessig

2 Sternanis • 3 Nelken • 1 cm frischer Ingwer, geschält

 

Zuerst werden die Quitten von ihrem feinen Flaum befreit. Dafür die Früchte mit einem trockenen Geschirrtuch oder mit Küchenpapier sorgfältig abreiben. Anschließend das Obst gründlich waschen und mit Küchenpapier trocken reiben.

Die Quitten ungeschält samt Kerngehäuse in kleine Stücke schneiden und in saubere Flaschen oder in ein großes Einmachglas geben. Sternanis, Nelken und Ingwer, Apfelessig und Weißweinessig hinzufügen und das Glas oder die Flaschen gut verschließen. Den Quittenessig circa 2 Wochen ruhen lassen, dann durch ein Sieb in neue Flaschen umfüllen.

Zitrone des Nordens: Der recht milde Obstessig mit Quitten schmeckt herrlich zu Spargel- oder Blattsalat und passt auch gut zu gemischten Salaten mit Obst wie Birnen oder Äpfeln. Ich habe ihn mit Mandelöl kombiniert, aber auch Erdnussöl (für asiatische Salate) oder Walnussöl harmonieren gut. Dies Rezept ist ein Ansatzessig, man kann aber auch die Früchte selbst zu Essig vergären. Oder aus Quittensaft einen Quittenbalsam herstellen – hier das Rezept.

Quitten

 

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