POSTELEIN MIT MÖHREN UND WASABI-MAYONNAISE
Japanischer Meerrettich: In diesem Salat habe ich den milden Wintersalat Postelein mit fein gehobelten Möhrenstreifen und einer Wasabi-Mayonnaise kombiniert. Durch Wasabi erhält die vegane Salatcreme (auf der Basis von Mandeln statt mit Ei hergestellt) eine pikante Schärfe. Neben der frischen Wurzel gibt es Wasabi als Paste, angerührt mit der getrockneten und zu Pulver zerriebenen Wurzel. Allerdings: Weil der echte Wasabi so teuer ist, werden für Wasabi-Paste oft Meerrettich und Senf mit etwas grüner Farbe vermischt als Ersatz verwendet – man achte auf das Kleingedruckte. Für 2 Portionen:
2 Handvoll Postelein • 2 mittelgroße Möhren
2 Stangen Staudensellerie (mit Blattgrün) • 1 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl • Saft von ½ Zitrone
2 EL vegane Mayonnaise • 2 TL Wasabi-Paste • Meersalz
Und so geht’s: Beim Postelein können die Stängel mitgegessen werden, nach Belieben für den Salat fein hacken. Die Möhren schälen und mit einem Sparschäler oder Gemüpsehobel in längs in dünne Streifen schneiden. Den Staudensellerie in dünne Scheiben schneiden und das Selleriegrün fein hacken. Die Knoblauchzehe schälen und fein hacken. In einer kleinen Pfanne das Olivenöl erhitzen und den Sellerie (ohne Blattgrün) darin 2 Minuten anschwitzen. Die Möhren hinzufügen und weitere 2 Minuten garen, dann den Knoblauch zum Gemüse geben. Den Herd ausschalten, das Gemüse mit 1–2 EL Zitronensaft ablöschen und etwas abkühlen lassen. In einer kleinen Schale die Mayonnaise mit Wasabi-Paste und etwas Salz verrühren. Auf zwei Tellern Postelein verteilen, Möhren und Sellerie darauf anrichten und den Salat mit dem Selleriegrün bestreuen. Nach Geschmack mit weiterem Zitronensaft beträufeln und die Wasabi-Mayonnaise dazu servieren.
Kubaspinat: In Deutschland wird der kälteverträgliche Wintersalat häufig von biologisch wirtschaftenden Betrieben angeboten und ist außer im Bio-Supermarkt gelegentlich auch auf Wochenmärkten zu finden. Das im Französischen »pourpier«, im Deutschen auch Kubaspinat, Tellerkraut oder Winterportulak genannte Postelein hält Minustemperaturen gut stand und beginnt zu blühen, sobald es im Frühjahr wärmer wird. Mit dem Sommergemüse Portulak (Portulaca oleracea) ist die gesunde, vitaminreiche Pflanze (Claytonia perfoliata) trotz des Namens jedoch botanisch nicht verwandt. Ich verwende den milden Blattsalat wie Feldsalat pur oder in Kombination mit anderen Blattsalaten wie Radicchio, Chicorée, Endivie und Frisée. Gut schmeckte auch die Kombination mit Fenchel und Käse.

