CASTELFRANCO MIT KRABBEN UND SPECK
Aus Italiens und Deutschlands Norden: Der cremeweiße Castelfranco mit leichtem gelbem Schimmer und dekorativen roten Sprenkeln hat die Form einer Rosette und so knackige Blätter wie sein Verwandter, der dunkelrot-violette Radicchio. Wie Chicorée bleibt er hell, weil er vor Licht geschützt heranwächst. Seinen Namen verdankt der Salat der Stadt Castelfranco im Nordosten Italiens, in der Region Veneto, in der er auch angebaut wird. Ein schöner Kopfsalat kommt aber genauso gut in Frage für diese in der norddeutschen Küche beliebte Kombination von Nordseekrabben und Speck. Denn außer zu Scholle, Rührei, Ofen- oder Bratkartoffeln schmeckt die herzhafte Delikatesse aus dem Meer auch im Salat. Für 2 Portionen:
1 Kopf Castelfranco (heller Radicchio) oder Kopfsalat • 100 g Nordseekrabben
2 Scheiben durchwachsener Speck • 1 Knoblauchzehe • ½ Bund Dill
2–3 EL saure Sahne • Saft von ½ Zitrone • 2 EL Olivenöl • Salz
Und so geht’s: Die Salatblätter in Streifen schneiden. Die Krabben in einem kleinen Sieb unter kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen. Den Speck in Streifen oder Würfel schneiden. Die Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Die Dillspitzen grob hacken. In einer kleinen Pfanne 1 EL Olivenöl erhitzen und den Speck darin knusprig braten. Während der letzten Minute den Knoblauch und die Krabben hinzufügen. In einer Schale oder einer Schüssel saure Sahne, Zitronensaft, 1 EL Olivenöl und Salz verrühren. Den Salat mit dem Zitronen-Sahne-Dressing, Krabben und Speck mischen und mit dem Dill bestreuen.
Krabbenkrise: Was an der Nordsee früher eine regional-bodenständige Zutat der Küstenküche war, ist heute aufgrund geringer Fangmengen ein rares Luxusgut. Selbst vor Ort an der Küste muss man für Krabbenbrötchen tief in die Tasche greifen und zweistellige Beträge einkalkulieren.
