PÂTISSERIE DES RÊVES

Ist Paris das Paradies der Pâtisserie? Vermutlich ja, in den Auslagen ist ein Törtchen schöner als das andere, und nicht nur Macarons sind eine französische Erfindung. Wer in Deutschland als Konditor mit französischer Back- und Tortenkunst Furore machen will, geht in Paris spionieren. Erfindungsreich präsentieren die Pâtissiers dort immer neue Kreationen, denen man kaum widerstehen kann – meine »süße« Nichte hat in Paris eine Woche lang zugunsten von Törtchen weitestgehend auf andere Mahlzeiten verzichtet. Und den israelischen, in Paris lebenden Grafikdesigner und Konditor Tal Spiegel fasziniert die Törtchenkunst so sehr, dass er sie auf Instagram zusammen mit seiner zweiten Leidenschaft – Schuhen – in Szene setzt. Seine fotografische Kombination von Mode und Süßem »Desserted in Paris« hat schon über 60.000 Fans (aktualisiert: seit Juli 2016 ist die Zahl im Februar 2017 schon auf knapp 90.000 Follower gewachsen).

https://www.instagram.com/desserted_in_paris/?hl=de

Unter den vielen Künstlern der Hauptstadt ist Philippe Conticini einer der Meister seines Fachs. 2009 eröffnete die erste »Pâtisserie des Rêves« in der Rue du Bac. Mitten im Laden steht das Törtchen-Karrussell: Unter Glashauben sind einzelne Aprikosentartelettes, Paris-Brest, Saint-Honoré, Millefeuille mit Himbeeren und Tarte au Citron ausgestellt wie Juwelen. Mittlerweile hat die »Konditorei der Träume« sich vervielfacht, neben weiteren Filialen in Paris gibt es Ableger in Kyoto, Tokio, Abu Dhabi und Mailand. Zum Mitnehmen auf die Heimreise eignen sich die zarten Törtchen nur begrenzt, doch auch die »Gourmandises«, die Süßigkeiten sind schöne Mitbringsel – Karamellbonbons (caramels) und Nugat (nougat) beispielsweise, altmodische Lutscher (sucettes) wie aus der Kindheit, Geleefrüchte (pâte de fruits) und Marshmellows (guimauves).

La Pâtisserie des Rêves, 93, rue du Bac (7e), Di–So 9–20 Uhr, http://lapatisseriedesreves.com

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