ROTKOHL-COLESLAW

Kein Statist: In den USA ist Coleslaw aus Weißkohl und Möhren eine klassische Barbecue-Beilage und begleitet gerne Pastrami-Sandwiches, Pulled Pork, Hot Dogs oder Burger – meist spielt der Krautsalat also nur eine Nebenrolle zu Fleisch. Mir schmeckt er mit Röstbrot auch als Hauptdarsteller, ob als Vorspeise oder als leichtes Hauptgericht. Die amerikanische Version wird nicht mit Kümmel, Essig und Öl angemacht wie der bayrische Krautsalat, sondern mit einem cremigen Dressing auf der Basis von Sauerrahm oder Mayonnaise. Meine Variante mit Rotkohl bekommt mit einem Hauch Ingwer und frischem Thymian eine pikante Note, Orangensaft und Orangenabrieb unterstreichen die Frische.

 

1 kleiner Rotkohl • 1 TL Salz • 1 TL Zucker

2 Möhren • 1 kleines Stück Ingwer

2 EL Weißweinessig • 1 TL Dijon-Senf • 1 EL Olivenöl

100 g saure Sahne • Saft und Abrieb von 1 Orange

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer • frischer Thymian

 

Den Rotkohl vierteln, vom Strunk befreien und in feine Streifen schneiden oder sehr fein hobeln. Die Möhren schälen und in feine Streifen schneiden oder grobe raspeln. Das Salz und den Zucker mit den Fingern einkneten.

Den Ingwer schälen und fein hacken. Für das Dressing den Essig mit dem Ingwer, Senf, Öl, saurer Sahne, Orangensaft und -abrieb vermengen und mit Pfeffer würzen. Das Dressing unterrühren und den Salat mit frischen Thymianblättchen anrichten.

 

Rotkohl: Herbst und Winter sind Kohlzeit in Deutschland, und auch dieses Gemüse lässt sich in leckere Salate verwandeln. Neben Weiß- und Rotkohl eignen sich selbst Grünkohl, Rosenkohl und Blumenkohl dafür! Der in Süddeutschland Blaukraut genannte Rotkohl bildet festere Köpfe als der weiße Spitzkohl oder Filderkraut, daher ist es noch wichtiger, ihn für Rohkostsalate sehr fein zu hobeln. Und damit das Gemüse etwas an Biss verliert und gut durchzieht, wird es noch geknetet und Salz und Zucker quasi einmassiert – das geht am besten mit den Händen. Knackig und frisch bleibt der Wintersalat trotzdem.

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