FRANKREICH AUF DER CMT 2018 IN STUTTGART

Via Rhôna: Der Schwerpunkt »Fahrrad- und Erlebnisreisen mit Wandern« ist nur am ersten Wochenende (13./14. Januar) Teil der Messe, am nächsten Wochenende lösen Golf und Wellness die Aussteller in Halle 10 dann ab. Frankreich ist mit dem Fahrradfernweg entlang der Rhône vertreten, der Via Rhôna (Halle 10 E79). Vom Genfer See führt die 815 km lange Radelstrecke über Lyon, Avignon und Arles bis in die Camargue und zum Mittelmeer. Wer will, kann sogar noch länger am Fluss unterwegs sein, denn die ViaRhôna ist der französische Teil des EuroVelo17-Radwegs, der an der Rhône-Quelle in der Schweiz beginnt und insgesamt 1115 km beträgt. Auf dem französischen Teil geht es erst durch die gebirgige Landschaft der Voralpen, südlich von Valence wird die Natur mediterraner. Von dort führt die ViaRhôna abwechselnd am rechten und linken Flussufer durch die Départements Ardèche und Drôme, an Obstplantagen und Weinbergen vorbei, zu den Burgen von Beauchastel und La Voulte-sur-Rhône. Bei Rochemaure weiter flussabwärts sorgt eine 340 Meter lange Hängebrücke über die Rhône für Abwechslung, bevor die Städtchen Viviers und Bourg Saint-Andéol zum Verweilen einladen. Also morgen auf zur Messe, danach findet man mehr Infos und Gute-Laune-Filmchen auf www.viarhona.com und www.viarhona.tv

Vendée: Die ganze Zeit auf der CMT vertreten ist die Vendée (Halle 4 C80). Das Département an der Atlantikküste, mehr als doppelt so groß wie das Saarland, kann mit 250 Kilometer Küstenlinie und zwei Inseln punkten, der Ile d’Yeu und der Ile de Noirmoutier. Nicht nur auf den Inseln macht es Spaß, die Vendée auf den Radwegen zu durchstreifen, auch auf dem Festland. Ich war im Juni 2017 gerade da und hatte das ehemalige Sumpfgebiet Marais Poitevin mit seinen Kanälen zu Recherchezwecken schon vorab auf die Agenda gesetzt, genauso wie einen Besuch bei den Salzbauern der Region. Viele Salinen werden noch bewirtschaftet, und direkt vor Ort kann man erfahren, wie mühsam es ist, Meersalz und das feine Fleur de Sel in Handarbeit zu gewinnen. Eine unerwartete Entdeckung dagegen war die Tatsache, dass in der Vendée auch Wein angebaut wird: Im Jahr 2011 erhielten die »Fiefs vendéens« eine Anerkennung als AOC (Appellation d’Origine Contrôlée). Beim nächsten Mal werde ich aus der Atlantik- sicherlich auch eine Weinreise machen. Infos, auch über Weingüter über www.vendee-tourism.de.

Lothringen: Der Messestand von Frankreich (Halle 4 C15) ist enttäuschend klein. Regionen mit ohnehin schon viel Tourismus sind hier am Gemeinschaftsstand gar nicht erst vertreten, nur Lothringen, die Vogesen und die Region am Tarn hoffen offensichtlich auf deutsche Urlauber. Die Stadtmarketing- und Tourismusbüros von Paris, der Côte d’Azur und anderen beliebten Reisezielen im Nachbarland dagegen scheuen den Aufwand oder die Kosten für einen Messestand – oder womöglich sind längst chinesische Gäste oder Besucher aus den arabischen Golfstaaten die anvisierte Zielgruppe. Für mich trotzdem ein Treffer, denn gerade hatte ich mir vorgenommen, im März nach Nancy zu fahren. Lothringen als Grenzland zu Deutschland ist schnell zu erreichen und hat mehr zu bieten, als allgemein bekannt. Zum 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs liegt ein Besuch in Verdun nahe, mehr als Schlachtfelder locken mich selbst aber die Städte, vor allem Jugendstil in Nancy, Metz mit dem Ableger des Centre Pompidou, die Kurorte Vittel und Contrexéville und natürlich die lothringische Gastronomie. Mehr Infos: www.tourisme-lorraine.fr/de

CMT, 13.–21. Januar 2018, www.messe-stuttgart.de/cmt, täglich 10–18 Uhr, Eintritt 15 € (online 13 €), ermäßigt 12 € (online 11 €)

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