FENCHELSAMEN

Gerade mal habe ich mich daran gewöhnt, dass ich beim Ausprobieren neuer Rezepte permanent Fenchelsamen benötige. Frisch im Mörser zerrieben, entfalten die Samen, aber auch Körner und Kräuter, Pfeffer und andere Gewürze ihre ätherischen Öle und Aromen erst optimal.

Egal, was ich mir aus neuen Kochbüchern raussuche, Fenchelsamen sind dabei. Tomate-Mozzarella mit Basilikum? NEEEINNN! Mit Fenchelsamen, und die Tomaten nicht roh, sondern gebraten! (Mehr kann ich noch nicht verraten, aber ich habe ein wirklich fantastisches Salatbuch für den Knesebeck Verlag zum Lektorieren auf dem Schreibtisch gehabt). Erbsenpesto zu Runzelkartoffeln? Im Pesto sind Fenchelsamen, eine echte Entdeckung im GU-Kochbuch von Anne-Kathrin Weber, seit der ich Erbsen, die ich vorher eher wenig mochte und nur meinem »Mitesser« zuliebe zubereite, auch selbst freiwillig auf den Einkaufszettel setze. (Übrigens habe ich das Kochbuch TROTZ des dämlichen Titels »Grünkohl trifft Kokos« gekauft; aber ich verstehe die Not, ich kann Superfoods auch nicht mehr hören! Aber das tolle Kochbuch hätte Besseres verdient). Marinierter Fisch, bei niedriger Temperatur im Backofen gegart? Mein neuer Küchenheld Chris Honor (http://gabrielekalmbach.de/big-flavour-kochbuch/) mischt für die Marinade Oregano, Minze und Basilikum mit Fenchelsamen – kaum zu glauben, dass das kein Würz-Overkill ist, aber es schmeckt fantastisch.

Doch nichts bleibt, wie es war, die kulinarische Welt folgt längst dem nächsten Trend. Und der heißt offensichtlich: Fenchelpollen. Das sind die Doldenblüten und Staubpollen der Fenchelpflanze – offensichtlich noch viel aromatischer als die Samen, aber ich habe bislang nur darüber gelesen und bin gespannt, wann sie in den Kochbüchern auftauchen…

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